UX Summer School 2025
Ein intensiver Einstieg in den menschenzentrierten Gestaltungsprozess – praxisnah, fordernd und mit vielen Learnings. Ich teile euch meine Insights, sowie den offiziellen Rückblick, welchen ich gemeinsam mit Geschvana von Brünken zur UX Summer School verfassen durfte.

UX Summer School im Kloster Bronnbach
Dank der Unterstützung der KMH GmbH konnte ich an der UX Summer School der German UPA im Kloster Bronnbach teilnehmen. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Young Professionals und vermittelt den menschenzentrierten Gestaltungsprozess in kompakter Form.
Innerhalb weniger Tage haben wir eine eigene Produktidee entwickelt, von der ersten Fragestellung bis hin zum Test eines Prototyps. Begleitet wurden wir dabei von Coaches, die uns durch die einzelnen Schritte geführt haben und immer wieder eingeordnet haben, warum wir etwas tun und worauf es dabei ankommt.
Arbeiten entlang des Prozesses
Wir haben in kleinen Gruppen gearbeitet und uns schrittweise durch den Prozess bewegt. Angefangen bei der Definition einer Fragestellung bis hin zur konkreten Lösung.
Ein zentraler Teil war das Thema User Research. Dafür haben wir zunächst eigene Fragen ausgearbeitet und uns anschließend gegenseitig interviewt. Auch wenn das Setting natürlich nicht vollständig realistisch ist, hat es gut gezeigt, wie wichtig dieser Schritt ist.
Was mir dabei besonders aufgefallen ist: Wir hatten schon sehr früh Ideen im Kopf, wie eine Lösung aussehen könnte. Diese Ideen basierten aber vor allem auf unseren eigenen Annahmen.
Durch die Interviews hat sich das ziemlich schnell relativiert.
Einige Dinge, die wir als selbstverständlich gesehen haben, waren für andere gar nicht relevant. Andere Themen, die wir kaum berücksichtigt hatten, wurden plötzlich wichtiger. Ohne diesen Schritt hätten wir ziemlich sicher in eine andere Richtung entwickelt.
Auch in einem kleinen, zeitlich begrenzten Rahmen hat man gemerkt, wie stark sich eine Lösung verändert, sobald echte Perspektiven dazukommen. Das hat für mich vieles greifbarer gemacht, was man sonst eher theoretisch lernt.
Nach den Interviews ging es für uns ins Affinity Mapping und in die Ausarbeitung der Lösung. Wir haben die gesammelten Erkenntnisse strukturiert, priorisiert und darauf basierend einen ersten Prototyp entwickelt.
Dieser wurde anschließend wieder getestet und wir haben Feedback von den Coaches bekommen.
Rückblick und kleiner Bonus
Neben der eigentlichen Summer School wurde uns am Ende die Möglichkeit gegeben, einen Blogbeitrag für die German UPA zu schreiben. Gemeinsam mit einer weiteren Teilnehmerin habe ich diese Chance genutzt und unsere Erfahrungen festgehalten.
Den vollständigen Artikel findet ihr hier:
Zum Blogbeitrag auf der Seite der German UPA
Mein Fazit
Die UX Summer School war für mich eine sehr intensive, aber auch hilfreiche Erfahrung. Vor allem, weil viele Inhalte nicht nur erklärt, sondern direkt angewendet wurden.
Für mich war die größte Erkenntnis, wie schnell man sich von tatsächlichen Bedürfnissen entfernt, wenn man sie nicht aktiv überprüft.
Gerade für den Einstieg in UX Design oder zur Einordnung der eigenen Arbeitsweise kann ich das Format gut empfehlen. Man bekommt in kurzer Zeit einen realistischen Eindruck davon, wie der menschenzentrierte Gestaltungsprozess in der Praxis funktioniert.